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Der einst wohlhabende Punjab wird von einer sozialen Tragödie heimgesucht: Jeden Tag nehmen sich in dem indischen Bundesstaat einige Bauern das Leben.
Das Hauptmotiv für die Selbstmorde: Verschuldung.

 Die Bauern setzen ihrem Leben ein Ende, weil der Boden nicht mehr genug zum Leben hergibt. Die meisten Kleinbauern besitzen nur wenige Hektar Land (im Landesdurchschnitt 2,6 Hektar), das vor allem für Reis- und Weizenanbau genutzt wird. Der Ertrag ist viel zu gering, um als Lebensgrundlage zu dienen und eine Familie ernähren zu können.

Monokulturen und exzessiver Gebrauch von Pestiziden als Folge der „Grünen Revolution“ in den 60iger Jahren, haben das Land ausgelaugt, die ineffektive Bewässerung die Grundwasserspiegel absinken lassen.

Die Bauern müssen Geld in neue, moderne Tiefbrunnenpumpen investieren, um an genügend Wasser, vor allem für den Reisanbau, zu gelangen, was den Grundwasserspiegel weiter absinken lässt.

Dazu kommen Ernteausfälle durch Extremwetter wie Dürre und Überschwemmungen, bedingt durch den Klimawandel.

Die meisten Kleinbauern haben enorme Schulden und es wird für sie immer schwieriger über die Runden zu kommen. Zudem haben sie keinen Zugang zu günstigen Krediten. Diese bekommen sie nur bei privaten Geldverleihern, die dafür Wucherzinsen bis zu 30 Prozent und mehr verlangen.

Dieser Teufelskreis treibt immer mehr Bauern in den Suizid.